Melitta-Achter bestätigen Form

Spektakuläre Finalrennen unter Flutlicht vor prall gefüllten Zuschauerrängen

Leipzig (sachtleben) Das Elsterflutbett in Leipzig erwies sich am vergangenen Wochenende wieder einmal als tolle Kulisse für den vierten Renntag der Saison 2019 der Ruder-Bundesliga (RBL). Mittlerweile ist dieser Standort im Schatten der Galopprennbahn Scheibenholz eine der beliebtesten Stationen bei Zuschauern und Athleten gleichermaßen. Zum 5. Mal gastierte die RBL in der größten Stadt Sachsens. Der „PLANAT RENNTAG“ war wieder in das „Leipziger Wasserfest” eingebunden, so dass die zigtausenden Besucher neben den zahlreichen Highlights an Land auch packenden Sport erleben konnten. Zu den Finalentscheidungen der RBL war die „Elsterflutbett-Arena“ von 14 Flutlichtmasten hell erleuchtet und auch die Mannschaften hatten ihre Boote mit Lichtern einfallsreich geschmückt. Über die Jahre füllt sich die Naturtribüne an der Böschung des Elsterflutbetts längst nicht mehr nur mit Laufpublikum. Die Ränge sind jedes Jahr von neuem prall gefüllt und gerade zu den abendlichen Finalrennen peitschen die Anfeuerungsrufe der Zuschauer die Mannschaften über 350m lange Sprintstrecke.

Die beiden Teams vom Melitta-Achter Minden sind somit mit großer Vorfreude nach Sachsen gereist, um sich mit ihren Ligagegnern erneut zu messen und wichtige Punkte für die Tabelle zu sammeln. Das Team Black um Schlagmann Vincent Schmitz hatte große Ambitionen und wollte in Leipzig erneut auftrumpfen. Leider musste sich Patrick Schlötel am Renntagsmorgen spontan krankmelden. Glücklicherweise war mit dem Team der langjährige Schlagmann Alexander Weihe – ursprünglich als Fan – mitgereist. Dieser konnte spontan einspringen und die Crew mit Marius Redecker, Jona Lembcke, Simon Körner, Frederick Blank, Lars Hildebrandt, Jannik Eilers und Steuerfrau Ricarda Fichtl komplettieren. Nach der kurzfristigen Umbesetzung startete der Achter mit Platz sieben im Zeitrennen verhalten in den Tag. Doch über das Achtel- und Viertelfinale konnten sich die Männer fangen und standen in den Top Vier des Tages. Im Halbfinale traf man auf die Mannschaft aus Münster, mit der es in dieser Saison schon das ein oder andere packende Duell gegeben hat. Dieses Mal hatten die Gegner die Nase vorn. In Leipzig heißt es traditionell für die Finalrennen: „Licht aus – Spot an!“, da diese im Dunkeln unter Flutlicht ausgefahren werden. Eine besondere Herausforderung für die Steuerleute, aber immer wieder eine einmalige Atmosphäre für die Athleten und Zuschauer. Im Finale um die Bronzemedaille konnte die Crew vom Bessel-Ruder-Club noch einmal alle Kräfte gegen die Mannschaft aus Wurzen mobilisieren und sich ein weiteres Mal mit einer Medaille am Ende des Tages schmücken lassen. „Mit dem dritten Platz in Leipzig haben wir auch den dritten Platz in der Tabelle gefestigt“, resümiert Trainer Philipp Baumgard das Ergebnis am Abend, „Wir haben jetzt neun Punkte vor den viertplatzierten aus Wetzlar/Limburg. Mit der Bronzemedaille am Saisonende wollen wir also mindestens nach Hause gehen“.

Die im Vorhinein von Trainer Christoph Knost ausgelobten Ambitionen für das Team Red hießen eindeutig wieder Top Vier am Ende des Tages. Nachdem die Damenmannschaft des Melitta-Teams zwei Wochen zuvor in Hannover denkbar knapp den Einzug unter die besten Vier verpasst hatte, wollte Steuerfrau Ann-Christin Meier ihre Crew in Leipzig unbedingt auf Angriff trimmen. Sylvia Buddenbohm, Juliane Dammann, Anna-Maria Brendel, Dorthe Kayser, Sophie Müller, Charlotte Damerau, Janna Kemenah und Alina Sachtleben wussten, dass sie auf einem guten Weg waren, nachdem sie einen vierten Platz in den Zeitrennen einfahren konnten. Deutlich setzte sich die Mannschaft hier vom Start weg von der Waltroper Bronzecrew vom dritten Renntag ab. Auch im Viertelfinale zogen die Mindenerinnen an den lautstark unterstützten Wurzenerinnen vorbei und hatten somit ihr Tagesziel erreicht. „Versucht im Halbfinale die Havelqueens, den Tabellenführer und Vorjahreschampion, solange wie möglich zu ärgern.“ So die Ansage von Knost vor dem Rennen. Trotz beherzten Einsatzes der Mindenerinnen wurde die Mannschaft aus der Hauptstadt ihrer Favoritenrolle gerecht und konnten sich ungefährdet für das Finale um Gold qualifizieren. Für das Team Red sollte es also wie am ersten Renntag der Saison im Finale um Bronze gehen. Auch wenn die Mannschaft aus Hannover hier das Duell für sich entscheiden konnte, ging das Team mit einem guten Gefühl aus dem Renntag. „In Leipzig herrscht einfach jedes Jahr wieder eine unvergleichliche Atmosphäre. Die Zuschauer jubeln lautstark und tragen einen mit ins Ziel“ freut sich Dorthe Kayser am Tagesende über das rege Interesse der Leipziger und mitgereisten Fans am Ufer.

Beide Teams haben jetzt noch drei Wochen Zeit bevor sich die Bundesliga-Saison in Münster schon wieder mit dem großen Finale auf dem Aasee verabschiedet.

www.melitta-achter.de

 

Text: Alina Sachtleben
Fotos: Alexander Pischke/Ruder-Bundesliga

_1918208.jpg: Der Melitta-Achter „Team Black“ konnte mit einem 3. Platz in Leipzig den 3. Platz in der Ligatabelle absichern.
_1919224.jpg: Mit Vollgas aus den Starblöcken ging es für den Melitta-Achter „Team Red“ auf den 4. Platz in Leipzig.
_1920895.jpg: Der letzte Schlag und der Sieg im kleinen Finale für den Melitta-Achter „Team Black“ im Nachtsprint von Leipzig gegen das Team aus Wurzen.
_1921083.jpg: Freude beim Melitta-Achter „Team Red“ über die „Goldene Ananas“ und Platz 4 in Leipzig.